Psychosomatik in der Urologie
Wenn Körper und Seele zusammenwirken – ganzheitliche Behandlung bei Ihrem Urologen in Wolfratshausen
Was ist Psychosomatik?
Psychosomatik beschreibt das Zusammenspiel von Körper (Soma) und Seele (Psyche). Viele körperliche Beschwerden haben keine rein organische Ursache – sie entstehen oder werden verstärkt durch emotionale Belastungen, Stress, Ängste oder ungelöste Konflikte.
Als Urologin mit Erfahrung in psychosomatischer Grundversorgung betrachte ich Sie als ganze Person. Ich nehme mir Zeit für ein ausführliches Gespräch und schaue hinter die Symptome: Was belastet Sie gerade? Gibt es Zusammenhänge zwischen Ihren Beschwerden und Ihrer aktuellen Lebenssituation?
„Nicht jede Blase, die brennt, hat eine Entzündung. Und nicht jeder Schmerz braucht ein Skalpell."
Warum ist Psychosomatik gerade in der Urologie wichtig?
Die Blase, der Beckenboden und die Sexualfunktion sind besonders eng mit unseren Emotionen verknüpft. Sie reagieren sensibel auf Stress, Angst, Anspannung und unbewusste Konflikte.
Stress und die Blase
Bei chronischem Stress spannen sich die Muskeln im Beckenboden unwillkürlich an. Die Blase wird überaktiv, Sie müssen häufiger zur Toilette – obwohl organisch alles in Ordnung ist.
Angst verstärkt Symptome
Die Angst vor Schmerzen beim Wasserlassen oder die Sorge, nachts zur Toilette zu müssen, kann die Beschwerden verstärken – ein Teufelskreis entsteht.
Scham und Tabus
Sexuelle Beschwerden, Inkontinenz und Beckenschmerzen sind oft mit Scham besetzt. Viele Patienten leiden jahrelang, ohne darüber zu sprechen. Ein psychosomatisches Gespräch kann befreiend wirken.
Unverarbeitete Konflikte
Partnerschaftskonflikte, Verluste oder traumatische Erlebnisse können sich körperlich manifestieren – etwa als chronische Unterbauchschmerzen oder Erektionsstörungen.
Wichtig: Psychosomatik bedeutet nicht, dass „alles nur im Kopf" ist. Die Beschwerden sind real und beeinträchtigen Ihre Lebensqualität. Psychosomatische Medizin hilft, die Wechselwirkung zwischen Körper und Psyche zu verstehen – und beide Seiten zu behandeln.
Wann ist eine psychosomatische Betrachtung sinnvoll?
Wenn körperliche Untersuchungen keinen ausreichenden Befund ergeben oder wenn die Beschwerden trotz Behandlung nicht besser werden, lohnt sich der Blick auf die psychische Ebene.
Funktionelle Blasenbeschwerden
- Reizblase ohne Entzündung
- Häufiger Harndrang ohne körperliche Ursache
- Nächtliches Wasserlassen (Nykturie)
- Schwierigkeiten beim Wasserlassen (Dysurie) ohne Befund
Chronische Schmerzen
- Chronische Unterbauchschmerzen
- Chronisches Beckenschmerzsyndrom
- Prostatodynie (Prostataschmerz ohne Entzündung)
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
Sexuelle Funktionsstörungen
- Erektionsstörungen psychischer Ursache
- Vorzeitiger Samenerguss (Ejaculatio praecox)
- Libidoverlust
- Partnerschaftsprobleme mit körperlichen Auswirkungen
Rezidivierende Infekte
- Wiederkehrende Harnwegsinfekte trotz Antibiotika
- Chronische Blasenentzündungen mit psychischer Komponente
- Immunschwäche durch Dauerstress
Wichtig zu wissen
Psychosomatik ersetzt keine organische Abklärung. Zunächst führe ich eine gründliche körperliche Untersuchung durch, um organische Ursachen auszuschließen oder zu behandeln.
Erst wenn die körperliche Ebene geklärt ist – oder wenn körperliche und seelische Faktoren zusammenwirken – beziehe ich die psychosomatische Perspektive mit ein.
Unser Angebot in der Praxis
Als Urologin mit Erfahrung in psychosomatischer Grundversorgung verbinde ich schulmedizinische Diagnostik mit einem ganzheitlichen Blick auf Ihre Beschwerden.
Ausführliches Gespräch (Anamnese)
Ich nehme mir Zeit für Sie. In einem vertraulichen Gespräch erfrage ich nicht nur Ihre körperlichen Beschwerden, sondern auch Ihre aktuelle Lebenssituation: Gibt es Stress im Beruf? Belastungen in der Partnerschaft? Ängste oder Sorgen?
Oft zeigen sich hier bereits wichtige Zusammenhänge zwischen Ihren Symptomen und Ihrer psychischen Verfassung.
Ganzheitliche Diagnostik
Zunächst schließe ich organische Ursachen aus oder behandle sie gezielt (z.B. Ultraschall, Urinuntersuchung, Blasenspiegelung). Parallel betrachte ich psychische und soziale Faktoren, die Ihre Beschwerden beeinflussen könnten.
Individuelle Therapieplanung
Je nach Befund entwickle ich gemeinsam mit Ihnen einen Behandlungsplan, der körperliche und seelische Aspekte berücksichtigt:
- Medikamentöse Therapie zur Symptomlinderung (z.B. bei Reizblase)
- Entspannungsverfahren und Stressmanagement-Techniken
- Akupunktur zur Regulation des vegetativen Nervensystems
- Beckenbodentraining (z.B. mit EMSELLA®)
- Beratung zu Lebensstil, Ernährung und psychischer Entlastung
Kooperation mit Psychotherapeuten
Bei komplexeren psychischen Belastungen (z.B. Angststörungen, Depressionen, Traumata) arbeite ich eng mit erfahrenen Psychotherapeuten und Fachärzten für Psychosomatische Medizin zusammen und vermittle Sie bei Bedarf weiter.
Vertraulichkeit und Wertschätzung
Alle Gespräche unterliegen selbstverständlich der ärztlichen Schweigepflicht. Sie können offen über Ihre Beschwerden und Sorgen sprechen – ohne Scham, ohne Zeitdruck, in einem geschützten Rahmen.
Kostenübernahme
Die psychosomatische Grundversorgung ist eine Kassenleistung und wird sowohl von gesetzlichen Krankenkassen als auch von privaten Versicherungen übernommen.
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