Akupunktur in der Urologie

Koreanische Handakupunktur als ergänzende Therapie — traditionell eingesetzt zur Schmerzlinderung und bei funktionellen Beschwerden, wenn die schulmedizinische Behandlung allein nicht ausreicht.

Koreanische Handakupunktur · 20–30 Min. · Privatleistung (GOÄ)

Ein ganzheitlicher Blick
Ergänzend, nicht statt der Schulmedizin

In unserer Praxis bieten wir die koreanische Handakupunktur als ergänzende Therapie an — traditionell eingesetzt zur Schmerzlinderung und bei funktionellen wie psychisch mitbedingten Beschwerden.

Dem Verfahren liegt die Vorstellung zugrunde, dass bei einer Erkrankung der Fluss der Lebensenergie gestört ist. Bei der koreanischen Handakupunktur ist der gesamte Körper als Mikrosystem auf der Hand abgebildet — mit feinen Einmalnadeln werden Punkte ausschließlich an der Hand gereizt; diese können reflektorisch auch innere Organe günstig beeinflussen.

Die Behandlung bleibt dabei nicht auf das urologische Symptom beschränkt: Begleitende Beschwerden wie Rückenschmerzen, Stress- oder Angstsymptome stehen oft damit in Zusammenhang — und lassen sich mitbehandeln.

Was die koreanische Handakupunktur ausmacht

Eine Mikrosystem-Methode aus Korea: Der ganze Körper ist auf der Hand abgebildet — behandelt wird ausschließlich dort.

Nur an der Hand

Die Nadeln werden ausschließlich an der Hand gesetzt. Sie bleiben bekleidet und sitzen während der Behandlung entspannt.

Mikrosystem der Hand

Der gesamte Körper ist als Reflexzone auf der Hand abgebildet — so lassen sich innere Organe gezielt über kleine Punkte erreichen.

Besonders sanft

Sehr dünne, sterile Kurznadeln; die Reizung ist schwächer und verträglicher als bei der klassischen Körperakupunktur.

Wann wir sie ergänzend einsetzen

Die koreanische Handakupunktur wird traditionell ergänzend bei folgenden Beschwerden eingesetzt. Ein wissenschaftlicher Wirksamkeitsnachweis liegt nicht für jede dieser Beschwerden vor; ob die Methode für Sie infrage kommt, besprechen wir nach der urologischen Abklärung.

  • Schwache Blase / Harninkontinenz
  • Chronisch wiederkehrende Harnwegsinfekte (begleitend)
  • Reizblase
  • Chronische Prostatitis / Beckenschmerz
  • Erektionsstörungen (begleitend)
  • Beckenbodenschwäche

Hinweis zur Abrechnung: Die Handakupunktur ist für alle Patienten, auch für gesetzlich Versicherte, eine Selbstzahlerleistung; die Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Ob und in welchem Umfang Ihre private Krankenversicherung oder Beihilfe die Kosten erstattet, hängt von Ihrem Tarif ab — bitte klären Sie das vorab; gern erhalten Sie von uns einen schriftlichen Kostenvoranschlag. Akupunktur lässt sich gut mit anderen Verfahren kombinieren — etwa der EMSELLA®-Beckenbodentherapie oder der psychosomatischen Grundversorgung. Bei ausgeprägter überaktiver Blase kommt außerdem die Injektionstherapie der Harnblase infrage.

Häufige Fragen

Fragen zur Akupunktur

Ist Akupunktur schmerzhaft?

In der Regel nicht. Die verwendeten Nadeln sind sehr dünn und werden nur oberflächlich in die Haut gestochen. Sie können ein leichtes Druckgefühl oder ein Kribbeln spüren, wenn die Nadel gesetzt wird — ein Zeichen dafür, dass der Akupunkturpunkt aktiviert wurde. Die meisten Patienten empfinden die Behandlung als entspannend.

Wie viele Sitzungen sind notwendig?

Das hängt von Ihrer Diagnose und dem Verlauf ab. Bei akuten Beschwerden können bereits 3 bis 5 Sitzungen ausreichen, chronische Erkrankungen erfordern oft 10 bis 15 Sitzungen. In der Regel empfehlen wir zunächst 1 bis 2 Behandlungen pro Woche. Nach einem Erstgespräch erstellen wir einen individuellen Behandlungsplan für Sie.

Übernimmt meine Krankenkasse die Kosten?

Die Handakupunktur rechnen wir für alle Patienten — auch gesetzlich Versicherte — als Selbstzahlerleistung nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ab. Ob und in welchem Umfang Ihre private Krankenversicherung oder Beihilfe die Kosten erstattet, hängt von Ihrem Tarif ab — bitte klären Sie das vorab; gern erhalten Sie von uns einen schriftlichen Kostenvoranschlag.

Wie lange dauert eine Akupunktursitzung?

Eine Sitzung dauert in der Regel 20 bis 30 Minuten. Die Nadeln bleiben nach dem Setzen etwa 20 Minuten in der Haut, während Sie in einer entspannten Position ruhen. Für den ersten Termin sollten Sie zusätzliche Zeit für ein ausführliches Vorgespräch und die Anamnese einplanen.

Gibt es Nebenwirkungen oder Risiken?

Akupunktur gilt bei fachgerechter Anwendung als risikoarm. Wir verwenden sterile Einmalnadeln; das Infektionsrisiko ist dadurch sehr gering. Gelegentlich kann es zu kleinen Blutergüssen an den Einstichstellen kommen. Manche Patienten fühlen sich nach der ersten Sitzung müde oder entspannt — eine normale Reaktion des Körpers. Ernsthafte Nebenwirkungen sind sehr selten.

Kann ich Akupunktur mit anderen Therapien kombinieren?

Ja. Akupunktur lässt sich mit schulmedizinischen Behandlungen kombinieren, etwa mit Physiotherapie oder der EMSELLA®-Beckenbodentherapie. Bitte ändern Sie die Einnahme verordneter Medikamente nicht eigenmächtig, sondern besprechen Sie dies immer mit uns. Informieren Sie uns bitte über alle laufenden Behandlungen, damit wir die Therapie optimal abstimmen können.

Warum gerade an der Hand?

Bei der koreanischen Handakupunktur ist der gesamte Körper als Reflexzone auf der Hand abgebildet. Über kleine Punkte an der Hand lassen sich so innere Organe und Beschwerden gezielt erreichen — ohne Nadeln am Körper und ohne dass Sie sich entkleiden müssen. Das macht die Methode besonders schonend und gut verträglich.

Wann spüre ich eine Verbesserung meiner Beschwerden?

Das ist individuell sehr unterschiedlich. Manche Patienten bemerken nach wenigen Sitzungen eine Veränderung, bei anderen dauert es länger oder die Beschwerden bessern sich nicht. In der Regel ziehen wir nach 5 bis 6 Sitzungen eine erste Zwischenbilanz.

Beratung

Ist Akupunktur das Richtige für Sie?

Im persönlichen Gespräch klären wir, ob Akupunktur für Ihre Beschwerden infrage kommt — auch ergänzend zu einer laufenden Behandlung und unabhängig davon, wie Sie versichert sind.